Störche im Saarland und Umgebung

Hier finden Sie Informationen und Wissenswertes über Störche im Saarland und Umgebung:  Bitte klicken Sie auf die gelb markierten Felder.

An der Übersichtskarte auf der rechte Seite kann man die Verteilung von Storchenpaaren in Deutschland (jeder Punkt ein Storchenpaar) recht gut erkennen. Hier wird deutlich, wie dünn die Besiedelung im Saarland und in den angrenzenden deutschen Regionen noch immer ist. Aber es hat sich gezeigt, dass durch die engagierten Aktionen von Storchenschützern in der Westpfalz (Freunde der Glanstörche) und der Vorderpfalz (Aktion Pfalzstorch in Bornheim bei Landau) in den vergangenen 20 Jahren ein stetiger Zuwachs von erfolgreichen Storchenbruten  in unserer Gegend zu verzeichnen war. Auch haben die Aktivitäten von regionalen (z.B. NABU / Saarforst) und örtlichen Institutionen und Interessengemeinschaften im Saarland (Bliesgau und Wiebelskirchen) dazu beigetragen, dass der Weißstorch sich im Saarland allmählich etablieren kann. Dies wollen wir von der Inititative Aktion Storch und vom BNO (Bund Naturschutz Ostertal e.V.) im Kreis St. Wendel tätkräftig unterstützen.
 

Storchenvorkommen im Saarland 2015

Insgesamt ca. 42 Störche ( incl. Jungstörche - ohne die Wildstörche im Freisener Wildpark)

Nach den Angaben, die Aktion Storch bei Ornitho de zusammengestellt hat, sind im Saarland jetzt von 18 Altstörchen schon insgesamt 24 Jungstörche ausgebrütet und großgezogen worden, die meisten im Bliesgau! Das entspricht einem durchschnittlichen Storchennachwuchs von 3 Jungstörchen pro Storchenpaar. Dieses Ergebnis ist ermutigend, denn bislang sind Fachleute von einer Mindestreproduktionsrate von 1,7 Jungstörchen/Storchenpaar ausgegangen, um langfristig zur Arterhaltung beizutragen.

Beedener Teichgebiet (Biotop) und Fischweiher:  je 1 Paar mit insgesamt 4 Jungstörchen  

Webenheim: 1 Paar mit 4 Jungstörchen

Einöd/Bierbach (Birkenhof): 1 Paar mit 2 Jungstörchen

Limbach/Kirkel: 1 Paar mit 3 Jungstörchen

Reinheim (Europ. Kulturpark): 1 Paar mit 4 Jungstörchen

Wiebelskirchen (Bliesauen): 1 Paar mit 2 Jungstörchen

Werschweiler (Ortsmitte/Buswendeplatz): 1 Paar mit 2 Jungstörchen

Baltersweiler/Göckelmühle: 1 Paar mit 3 Jungstörchen

 

Presseberichte über Störche im Saarland u. Umgebung ab 2014:

Störche in Werschweiler: http://suedwest.pets.de/news/tier-nachricht/Damit-die-Stoerche-heimisch-werden,3144

Störche in Hangard:  http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/Hangard-Stoerche;art2803,3639183

Störche in Ottweiler: Zwei Nisthilfen in Ottweiler und Mainzweiler für den Weißstorch (28.2.2015)

Störche in Wiebelskirchen: https://www.facebook.com/108855072505270/posts/745802315477206

Störche in Wiebelskirchen: http://suedwest.pets.de/.../Zwei-Stoerche-in-der-Bliesaue-beim-Nestbau

Störche in Beeden/Ingweiler/Homburg:

Film: Störche im Aufbruch - Filmbeitrag SR1 v. 11.8.2014: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=26938&startvid=11

http://www.saarbruecker-zeitung.de/...Stoerche-Beeden-Ingweiler-Homburg

http://www.saarbruecker-zeitung.de/.../Plastikmuell-Tiere-und-Tierwelt

Film: Störche in Webenheim: Filmbeitrag SR1 vom 11.6.2014 - Plastikmüll in den Storchenmägen: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=25793&startvid=7

Störche im Köllertal: http://suedwest.pets.de/news/tier-nachricht/Weissstoerche-sollen-am-Koellerbach-leben,2170

Störche am Köllerbach: http://www.saarbruecker-zeitung.de/.../Puettlingen-Koellerbach-Nisthilfe

Störche in Fechingen: http://www.nabu-fechingen-kleinblittersdorf.de

Störche in Reinheim:  http://www.ev-brebach-fechingen.de/artikel/140609-nabu-storchenproj/

Störche in Bliesransbach: http://suedwest.pets.de/news/tier-nachricht/Die-Stoerche-sind-zurueck-an-der-Oberen-Saar,2841

Störche in Wadgassen/Differten: http://www.sebastian-greiber.de/2014/08/wenn-der-storch-nach-wadgassen-kommt/

Störche in Merzig:  http://nabu-merzig.blogspot.com/2014_03_01_archive.html

Störche in Rheinland-Pfalz

Störche in Krottelbach/Rhld.Pfalz: http://www.krottelbach.de/index.php?view=category&catid=39&option=com_joomgallery&Itemid=54

In diesem Zusammenhang sind auch folgende Quellen über die Besiedelung des Weißstorches im Saarland/ Rheinland- Pfalz zu erwähnen:

Die Weißstörche in der Pfalz - ein Manuskript von Karl Bertram aus dem Jahre 1913 (Standort: Storchenzentrum Bornheim/Landau). Eine Studie und Materialsammlung von Peter Kappel: Archiv Pfalz 1910 (pdf-Datei) (bitte etwa 10 Sek. Ladezeit abwarten!)

Weißstorchbestand in Pfalz und Saarland (pdf-Datei)

Die Entwicklung des Weißstorchs in Rheinland-Pfalz und im Saarland (pdf-Datei)

Weißstorchkarte live in Bayern

Die Weißstörche in Deutschland - Bestand 2013 (Super informativ): http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/weissstorchschutz/mitteilung_106-2014.pdf

Störche in Luxembourg: naturemwelt.lu

Meldung in L'essentiel v. 22.5.2013

Luxemburger Wort v. 26.8.2014

Störche in Lothringen:

Schwarzstörche in Lothringen 2013

Les Cicognes sont retour en Lorraine

 

Ehemalige Brutvorkommen des Weißstorches im Saarland und Rheinland-Pfalz

Das ehemalige Brutvorkommen des Weißstorchs im Saarland (v. Hubert Weyers, 1984)

Der Naturschutzbeauftragte der Stadt St. Wendel, Peter Volz, hat uns ein Dokument übergeben, das eine Bestandsaufnahme des ehemaligen Brutvorkommens des Weißstorches im Saarland beinhaltet und von Hubert Weyers im Jahr 1984 in der Zeitschrift des OBS (Ornithologischer Beobachterring Saar) "Lanius 23" , S. 5-44 abgedruckt worden ist. Die wichtigsten Passagen sollen hier vorab dokumentiert werden. Der gesamte Artikel wird später von Aktion Storch hier eingestellt. Viel Spaß bei der Lektüre. Wer zusätzlich Quellen oder mündliche Hinweise auf Bruten aus der Vergangenheit geben kann, bitte bei Aktion Storch melden. Vielen Dank.

Erwähnung von Storchennestern im heutigen Saarland um das Jahr 1900 (aus *Archiv Pfalz 1910* Karl Bertram/Materialsammlung v. Peter Kappel):

Beeder Mühle: Auf Weide (Unterlage alter Pflug) steht seit Menschengedenken ein alter Horst 7-8 m über dem Boden. Im Winter 1897/98 warf ihn ein Sturm herab. Es sind auch schon 5 Jungen aufgekommen. Ein zweiter Horst ist noch bewohnt, ebenfalls auf Baum 6 m hoch, ebenfalls alter Pflug als Unterlage. 1902 fiel das Nest herab, da die Unterlage morsch geworden war. (Möglicherweise bezieht sich auch dies auf den vorigen Horst) Anfangs August vielleicht auch schon in den letzten Tagen des Juli 1903 fanden sich viele Störche bei der Beedermühle ein und übernachteten hier. 15 Ex standen auf dem Mühlendach, 17 Ex auf dem Dach des Wasserwerks Zweibrücken, 3 Ex auf dem Schlote desselben, viele andere auf dem Wiesental und auf den Bäumen des nahen Waldes. So weit sie sich übersehen ließen, mochte sich ihre Zahl auf ca. 200 Ex belaufen.

Blieskastel: ein verlassenes Storchennest auf einem Schornstein einer Brennerei

Einöd: Eichenstamm Rad 8 M. ger.  Der jetzige Horst ist um 1900 erbaut. Zwei verlassene Horste am Bache u. in der Nähe des jetzt benutzten N. Auf letzterem verbringt d. Männchen während der Zeit, wo die juv. schon groß sind, die Nächte bis zum Wegzug.

Erbach:  Pappel Rad 12. Die übrigen zum Kanton gehörigen Ortschaften befinden sich in Höhenlage und werden von den Störchen selten aufgesucht.

Homburg (Bann) 1899 o. 1900:  sehr alter Horst 3.4 juv. gegen die Beedener Mühle

Kirkel (Ruine/Turm): Obwohl das N. von Buben seiner Eier beraubt wurde, erschien er 1911 wieder. Kinder werfen mit Steinen nach d. Nest.

Limbach: Das Nest steht auf einer Eiche im Bliestal, ca. 50 Schritte von dem Bachbette entfernt. Der oberste Ast ist abgesägt und auf dem Stumpf und den kleinen seitlichen Ästen steht das Nest. Vorher stand es auf einer Pappel mit Radunterlage. Es sind gewöhnlich 3 oder 4 Jungen im Nest. Bei fünf Jungen wird eines ausgestoßen.

Mimbach: Pappel , 14 ca. 1900   bei der Mühle  2.3 j. Der Storch ist hier seit Menschengedenken.

Neuhäusel: Auf einer Pappel mit aufgelegtem Wagenrad nisteten die Störche lange Zeit. Der Nistbaum stand an einer Stelle wo das Bächlein zu einem kleinen Weiher gestaut ist. Hier wurden die Vögel durch rohe Kinder derart belästigt durch Werfen mit Steinen, dass sie nicht weiter nisteten. So bleib es mehrere Jahre. Die Störche kehrten wohl hierher zurück und verweilten auch während einiger Wochen im Frühjahre hier, allein, sie konnten keine Bruten aufbringen.  Als dann die Pappeln an dem genannten Weiher, darunter auch der Nistbaum, gefällt wurden, kamen die Störche mehrere Jahre gar nicht mehr. Vor einigen Jahren (um 1909) erbaute ein Storchenpaar seinen Horst auf dem großen Turm der Ruine bei Kirkel. Allein, auch hier ließ man die Tiere nicht in Ruhe. Der Turm wurde erstiegen und die Eier fortgenommen. Während des Jahres verweilten die Störche noch, betraten aber ihren Horst nicht mehr. Im Jahre darauf, wohl 1910, kehrten sie nicht mehr zurück.

Niederbexbach: Pappel an der Blies  Rad 10  ca. 1885   Steht das Bliestal unter Wasser, so sammeln sich oft 15 - 20 Störche.

Rohrbach bei St. I.: verlassene Br. bei der Rohrbacher Mühle 

 

Störche im Saarland: Störche im Saarland Entwicklung 1945-2008 (pdf-Datei)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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