Mund-Art, Literatur und Historie

Auf dieser Seite wollen wir dem interessierten Leser Informationen über den Storch aus der Perspektive der Historie (z.B. alte Quellen) oder aus der Belletristik-Literatur und der Mund-Art zugänglich machen.

Übrigens können Sie auf der rechten Seite eine Abbildung aus dem seltenen Kräuterbuch des beim Kloster Hornbach ansässigen Botanikers und Arztes Hieronymus Bock von 1572 betrachten. Weitere interessante historische Abbildungen finden Sie unter der Rubrik *Fotos/Vdeos*.

Der Leser ist eingeladen, uns erwähnenswerte Quellen mitzuteilen, die wir hier auf dem Forum einstellen wollen. Zum Abruf der entsprechenden Informationen klicken Sie bitte auf die nachstehen gelben Zeilen.

Neues aus der Mund-Art

Hier stellen wir Mund-Art Beiträge zum Storch ein. Sie sind eingeladen, Ihre eigenen mundartlichen oder literarischen Beiträge einzusenden. 



Die Schdersch sinn dòò !
 
Hann er schonn die Schdersch gesiehn?
Sie sinn jo werrer dòò!
Hann unser Därfsche nommò fonn,
was sinn mer dòò soo froh.
 
Med roodem Schnawel vòòre naus,
draan sie e weise Jagge
unn hinne guggd es Hemd eraus
med lauder schwaardse Blagge.
 
Was waare se so lang ewegg,
vorrem Herbschd nòò Afriga verschwonn.
Med Sòòrje hoffe mer, med Schregg,
dass jò dòò unne in de Sonn
kä Ungligg unsere Schdersch bassiert
(dsuum Beischbiel in die Pann marschierd)!
 
Em Friehjòhr sinn se med de Sonn
von Afriga dòòheer geflòò,
hann unser Därfsche werrer fonn.
Ach Gott, was sinn mer dòò soo froh!
 
(Winfried Linxweiler)

 

 

Der Klabber...

Der Lehrer zu den Schülern spricht:

"Kennt Ihr das weise Tierchen nicht,

was langsam dorsch die Wiese schleicht,

foor kaaner Schlange wennd onn weicht

onn hin und wieder, wenn es klappt

e Frosch, e Maus, e Haajschreck schnappt,

e langer Hals hat dorsch on dorsch

Wie nennt ma deene?   -  Klabber...."


Da saat der Maddien: " Ei Isch menn,

dass kann doch noor der aane senn,

dass waasisch, doo benn ischma sischa,

aus Koiboi onn Indianerbischa.

Den kennt ma doch am Klabber-Klang

ei klaar, dass es e Klabberschlang!"

 

Die Klapperschlang am Klapperhang

spürt hinter sich  nen Klapperklang.

Der Klapperschlang wurds drob so bang,

dass sie aus schierem Klapperzwang

ruckzuck die eigne Klapper schlang.

 

Die Assel

Die Kellerassel

hat einen an der Rassel.

Obwohl, die Kellerassel

hat ja keine Rassel,

sondern einen Rüssel.

Dann hat's halt einen an der Schüssel,

die Kellerassel.

 

Der Klapperstorch

Der Klapperstorch der klappert dorsch.

Von frieh bis spät klappert der, horsch!

 

 

Allgemeine Literatur- Quellen:

Die folgenden Hinweise sind noch reichlich ungeordnet und eher zufällig ausgewählt, aber allemal lesenswert - besonders die Daten zu den neueren Storchenbeständen in Deutschland. Einfach auf die gelben Zeilen klicken.

 

Einen hervorragenden Überblick über die Literatur rund um den Storch gibt  unter der Rubrik Wissen und Forschung  http://www.pfalzstorch.de

Bibliotheksbestand des Storchenzentrums Bornheim (Pfalzstorch): http://www.pfalzstorch.de/fileadmin/downloads/KATALOG_Bibliothek_2011.pdf

Die Weißstörche in Südwesteutschland - Bestand 1979: http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01647337

Die Weißstörche in Deutschland - Bestand 2013: http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/weissstorchschutz/mitteilung_106-2014.pdf

Situation zentral- und osteuropäischer Weißstorchbestände 2012: http://www.naturschutzinstitut.de/naturschutzinstitute/nsi_dresden/publikationen/analyse_populationsbestand_weissstorch.pdf

Der Schwarzstorch in Deutschland 2013 - ein Störungsjahr: http://blackstorknotes.blogspot.com/2014/02/schwarzstorch-2013-ein-klassisches.html

Überwinterung des Schwarzstorches am südlichen Oberrhein: http://www.fosor.de/artikel/schwarzstorch.pdf

Historische Quellen:

Hier können Sie nach Herzenslust stöbern - entweder in unveröffentlichten Aufzeichnungen von Storchenforschern (um das Jahr 1888-1910) oder in alten Büchern (von ca. 1670 - 1890). Allesamt hochinteressant und zum Teil sehr amüsant. Klicken Sie bitte auf die gelben Zeilen.

 

Die Weißstörche in der Pfalz - ein Manuskript von Karl Bertram aus dem Jahre 1913 (Standort: Storchenzentrum Bornheim/Landau). Eine Studie und Materialsammlung von Peter Kappel: Archiv Pfalz 1910 (pdf-Datei) (bitte etwa 10 Sek. Ladezeit abwarten!)

Erwähnung von Storchennestern im heutigen Saarland um das Jahr 1900 (aus *Archiv Pfalz 1910* Karl Bertram/Materialsammlung v. Peter Kappel):

Beeder Mühle: Auf Weide (Unterlage alter Pflug) steht seit Menschengedenken ein alter Horst 7-8 m über dem Boden. Im Winter 1897/98 warf ihn ein Sturm herab. Es sind auch schon 5 Jungen aufgekommen. Ein zweiter Horst ist noch bewohnt, ebenfalls auf Baum 6 m hoch, ebenfalls alter Pflug als Unterlage. 1902 fiel das Nest herab, da die Unterlage morsch geworden war. (Möglicherweise bezieht sich auch dies auf den vorigen Horst) Anfangs August vielleicht auch schon in den letzten Tagen des Juli 1903 fanden sich viele Störche bei der Beedermühle ein und übernachteten hier. 15 Ex standen auf dem Mühlendach, 17 Ex auf dem Dach des Wasserwerks Zweibrücken, 3 Ex auf dem Schlote desselben, viele andere auf dem Wiesental und auf den Bäumen des nahen Waldes. So weit sie sich übersehen ließen, mochte sich ihre Zahl auf ca. 200 Ex belaufen.

Blieskastel: ein verlassenes Storchennest auf einem Schornstein einer Brennerei

Einöd: Eichenstamm Rad 8 M. ger.  Der jetzige Horst ist um 1900 erbaut. Zwei verlassene Horste am Bache u. in der Nähe des jetzt benutzten N. Auf letzterem verbringt d. Männchen während der Zeit, wo die juv. schon groß sind, die Nächte bis zum Wegzug.

Erbach:  Pappel Rad 12. Die übrigen zum Kanton gehörigen Ortschaften befinden sich in Höhenlage und werden von den Störchen selten aufgesucht.

Homburg (Bann) 1899 o. 1900:  sehr alter Horst 3.4 juv. gegen die Beedener Mühle

Kirkel (Ruine/Turm): Obwohl das N. von Buben seiner Eier beraubt wurde, erschien er 1911 wieder. Kinder werfen mit Steinen nach d. Nest.

Limbach: Das Nest steht auf einer Eiche im Bliestal, ca. 50 Schritte von dem Bachbette entfernt. Der oberste Ast ist abgesägt und auf dem Stumpf und den kleinen seitlichen Ästen steht das Nest. Vorher stand es auf einer Pappel mit Radunterlage. Es sind gewöhnlich 3 oder 4 Jungen im Nest. Bei fünf Jungen wird eines ausgestoßen.

Mimbach: Pappel , 14 ca. 1900   bei der Mühle  2.3 j. Der Storch ist hier seit Menschengedenken.

Neuhäusel: Auf einer Pappel mit aufgelegtem Wagenrad nisteten die Störche lange Zeit. Der Nistbaum stand an einer Stelle wo das Bächlein zu einem kleinen Weiher gestaut ist. Hier wurden die Vögel durch rohe Kinder derart belästigt durch Werfen mit Steinen, dass sie nicht weiter nisteten. So bleib es mehrere Jahre. Die Störche kehrten wohl hierher zurück und verweilten auch während einiger Wochen im Frühjahre hier, allein, sie konnten keine Bruten aufbringen.  Als dann die Pappeln an dem genannten Weiher, darunter auch der Nistbaum, gefällt wurden, kamen die Störche mehrere Jahre gar nicht mehr. Vor einigen Jahren (um 1909) erbaute ein Storchenpaar seinen Horst auf dem großen Turm der Ruine bei Kirkel. Allein, auch hier ließ man die Tiere nicht in Ruhe. Der Turm wurde erstiegen und die Eier fortgenommen. Während des Jahres verweilten die Störche noch, betraten aber ihren Horst nicht mehr. Im Jahre darauf, wohl 1910, kehrten sie nicht mehr zurück.

Niederbexbach: Pappel an der Blies  Rad 10  ca. 1885   Steht das Bliestal unter Wasser, so sammeln sich oft 15 - 20 Störche.

Rohrbach bei St. I.: verlassene Br. bei der Rohrbacher Mühle       

Weißstorchbestand in Pfalz und Saarland (pdf-Datei)

Die Entwicklung des Weißstorchs in Rheinland-Pfalz und im Saarland (pdf-Datei)

 

Jetzt kommen die "alten Schinken" - bitte hier unbedingt reinschauen!

 

Lehrbuch der Zoologie (1868): https://books.google.de/books?id=woUZAAAAIAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=RA1-PA226#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Illustrirtes Thierleben (Brehm, 1867): https://books.google.de/books?id=G2w-AAAAcAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=PA680#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Die Gesammten Naturwissenschaften (1858): https://books.google.de/books?id=fWc5AAAAcAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=PA263#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Der vollständige Vögelsang (1855): https://books.google.de/books?id=nMEpAQAAIAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=PR21#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Illustrirte Naturgeschichte des Thierreichs (1848): https://books.google.de/books?id=WYFDAAAAcAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=PA225#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Oeconomisch - technologische Encyclopädie (1840): https://books.google.de/books?id=TiA7AAAAcAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=PA566#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Naumanns Naturgeschichte der Vögel Deutschlands (1838) - Ordnung Weißer Storch: https://books.google.de/books?id=o4w-AAAAcAAJ&dq=st%C3%B6rche&hl=de&pg=PA272#v=onepage&q=st%C3%B6rche&f=false

Ausführliche Naturgeschichte des Tier- Pflanzen- und Mineralreiches (1837 mit Abb.): https://books.google.de/books?id=MThhAAAAIAAJ&dq=wei%C3%9Fe%20storch&hl=de&pg=RA1-PA236#v=onepage&q=wei%C3%9Fe%20storch&f=false

Beiträge zur Vögelkunde (Brehm, 1822) : https://books.google.de/books?id=zj5BAAAAYAAJ&dq=wei%C3%9Fe%20storch&hl=de&pg=PA113#v=onepage&q=wei%C3%9Fe%20storch&f=false

Neues Natur- und Kunstlexicon (1810): https://books.google.de/books?id=Oe8GAAAAcAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=RA3-PA428#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Naturgeschichte Deutschlands nach allen drei Reichen (1809 mit Abb.): https://books.google.de/books?id=Pz9JAAAAYAAJ&dq=wei%C3%9Fe%20storch&hl=de&pg=PA87#v=onepage&q=wei%C3%9Fe%20storch&f=false

Neues Natur- und Kunstlexicon (1804): https://books.google.de/books?id=0ZU5AAAAcAAJ&dq=wei%C3%9Fe%20storch&hl=de&pg=PA533#v=onepage&q=wei%C3%9Fe%20storch&f=false

Versuch einer wirthschaftlichen Naturgeschichte von dem Koenigreiche Preussen (1782) ökologische Aspekte!: https://books.google.de/books?id=P91JAAAAcAAJ&dq=wei%C3%9Fe%20storch&hl=de&pg=PA346#v=onepage&q=wei%C3%9Fe%20storch&f=false

Historie der Voegel (Gottried Reyger) 1780: https://books.google.de/books?id=EdFWAAAAcAAJ&dq=st%C3%B6rche&hl=de&pg=PP1#v=onepage&q=st%C3%B6rche&f=false

Handbuch der Naturgeschichte oder Vorstellung der Allmacht (1751) (s.S. 336!): https://books.google.de/books?id=_Jk5AAAAcAAJ&dq=st%C3%B6rche&hl=de&pg=PA337#v=onepage&q=st%C3%B6rche&f=false

Des Schauplatzes irdischer Geschoepfe dritterTheyl (1678) (s.S. 152!): https://books.google.de/books?id=VIE_AAAAcAAJ&dq=st%C3%B6rche&hl=de&pg=PA153#v=onepage&q=st%C3%B6rche&f=false

Storchs und Schwalben Winterquartier (1676) (eine kleine Kostbarkeit): https://books.google.de/books?id=L09XAAAAcAAJ&dq=storch&hl=de&pg=PP5#v=onepage&q=storch&f=false

 

Quellen aus der (belletristischen) Literatur:

Volksaberglaube (Storch) (1869): https://books.google.de/books?id=hHRNAAAAcAAJ&dq=storch%20%20reiher&hl=de&pg=PA190#v=onepage&q=storch%20%20reiher&f=false

Bedeutung des Storchs in der Historie (Aberglaube) : https://books.google.de/books?id=R-U6AAAAcAAJ&dq=st%C3%B6rche&hl=de&pg=PA113#v=onepage&q=st%C3%B6rche&f=false

Störche in der Wildniß (S. 615 mit Abb.): https://books.google.de/books?id=5B3nAAAAMAAJ&dq=st%C3%B6rche&hl=de&pg=PT25#v=onepage&q=st%C3%B6rche&f=false

Haus-, Feldt-, Arzney-, Koch-, Kunst und Wunderbuch (1694) (Waahnsinn): https://books.google.de/books?id=PytAAAAAcAAJ&dq=st%C3%B6rche%20reyger&hl=de&pg=RA2-PA516#v=onepage&q=st%C3%B6rche%20reyger&f=false

Von den Seltzamsten Geschöpffen Gottes (1689): https://books.google.de/books?id=rl9YAAAAcAAJ&dq=storch&hl=de&pg=PA3#v=onepage&q=storch&f=false

Arboretum mathematicum (1668): https://books.google.de/books?id=ZJ9GAAAAcAAJ&dq=st%C3%B6rche%20reyger&hl=de&pg=PA584#v=onepage&q=st%C3%B6rche%20reyger&f=false

 

Unsere Projekt-Paten

  • Dachdeckerei Zimmer St. Wendel - Dach- und Fassadentechnik
  • Auto Hermann GmbH & Co. KG, St. Wendel
  • targets - Coaching & Training fr Führungskräfte, Unternehmenskultur
  • Castellana-Bau GmbH Ottweiler
  • NABU-Landesverband Saarland e.V.
  • Baumschulen Günter Biegel
  • ALPHA Business Solutions AG
  • Dr. K.-H. Potempa's Gift- und Heilkräutergarten